Innovationsworkshop bei den World Sustainable Energy Days – REPLACE informiert über erneuerbares Heizen und Kühlen im Wohnbereich

“Wieder hat ein Krieg begonnen, in dessen Zentrum die fossilen Brennstoffe stehen. … Und die Tatsache, dass Schlagworte wie Energieabhängigkeit, Versorgungssicherheit, Zuverlässigkeit, Preisstabilität jetzt wieder von großer Bedeutung sind, ist das einzig Gute an der Situation.”

Mit Blick auf die aktuelle Situation in der Ukraine und deren Einfluss auf den europäischen Energiesektor begrüßte Dominik Rutz (WIP Renewable Energies) mehr als 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum REPLACE Innovationsworkshop am 8. April 2022 in Wels. Im Rahmen der World Energy Efficiency Conference nutzte das REPLACE-Projektteam die Gelegenheit, sich mit den Teilnehmer*innen über erneuerbares Heizen und Kühlen im Wohnbereich auszutauschen.

Nachdem sich die Politik lange Zeit nur auf den Strom- und dann auf den Mobilitätssektor konzentriert und den Wärme- und Kältesektor vernachlässigt habe, seien nun die Konsequenzen zu spüren, so Rutz. “Das Projekt REPLACE setzt genau hier an und fördert den Umstieg von fossilen Energien auf erneuerbare Heizsysteme im Wärme- und Kältesektor.”

Roundtable beim REPLACE Workshop. Teilnehmer*innen waren Vertreter*innen der REPLACE-Regionen: (oben von links nach rechts) Karina Knaus (Österreichische Energieagentur, Österreich, Moderation), Samra Muratspahic (Enova Consultants and Engineers, Bosnien und Herzegowina), Angel Nikolaev (Black Sea Energy Research Centre (BSERC), Bulgarien), Emilija Mihajloska (SDEWES Centre, Nordmazedonien), Herbert Tretter (Österreichische Energieagentur, Österreich), Ingo Ball (WIP Renewable Energies, Deutschland)

Der Workshop stellte das Projekt REPLACE mit seinen Zielen, Instrumenten und Maßnahmen vor, gab einen Überblick über die Dekarbonisierung des Wärme- und Kältesektors in Europa und befasste sich mit den wichtigsten Herausforderungen und Triebkräften sowie möglichen Lösungen und Empfehlungen für eine erfolgreiche Umstellung auf klimafreundliche Technologien.

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Zusammen mehr erreichen – Gemeinschaftliche Aktionen im REPLACE-Projekt

Gemeinschaftliche Aktionen können die Wärmewende bezahlbarer machen, technisch effizientere Ergebnisse erzielen und das Thema klimafreundliches Heizen und Kühlen voranbringen. Beim Projekttreffen am 6. April 2022 stellten die REPLACE-Partner*innen Möglichkeiten vor, die sie in ihren Regionen umsetzen.

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Autark und klimafreundlich Heizen im Oberland

Informationsveranstaltung zu Dorfheizungen und für zukünftige Wärmelieferanten

Leibersberg packt an: Die Dorfheizung in Leibersberg, Gemeinde Riegsee, ist in viel Eigenarbeit entstanden – gut für den Klimaschutz und für die Dorfgemeinschaft. Quelle: Georg Miller

Dorfheizungen können ein guter Hebel für den Klimaschutz sein und dafür, sich unabhängig von Öl und Gas zu machen. Was bei der Planung von Dorfheizungen zu beachten ist, erfuhren am 25.2. rund 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter Bürgermeister, Architekten und Energieberater, bei einer Online-Veranstaltung der Energiewende Oberland im EU-geförderten Heizungstausch-Projekt REPLACE.

Für den Bereich Wärme wird im Oberland fast die Hälfte der Energie aufgewendet, 44% davon in privaten Haushalten. Wie Stefan Drexlmeier von der Energiewende Oberland (EWO) bei der Veranstaltung am 25.2. berichtete, sind Dorfheizungen eine ideale Möglichkeit, neben dem Tausch einzelner Heizungen ganze Straßenzüge klimafreundlich mit Wärme zu versorgen und sich gleichzeitig unabhängig von schwankenden Energiepreisen und Öl- und Gas-Lieferungen aus dem Ausland zu machen. Auch Landrat Anton Speer (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) betonte in seinem Grußwort, dass die regionale Versorgung aus eigenen Produkten immer wichtiger werde und wies u.a. auf die Versorgung von drei Murnauer Schulen durch Waldrestholz hin.

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Viel los in den REPLACE-Regionen! Konsortialtreffen gibt Überblick über Heizungstausch-Aktionen

Am 14. Februar 2022 fand das Konsortialtreffen des REPLACE-Projekts statt und gab einen eindrucksvollen Überblick darüber, wie die Menschen in den neun Zielregionen in West-, Mittel- und Südosteuropa derzeit von den Heizungsaustauschaktionen profitieren können.

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Bezahlbar und klimafreundlich Heizen im Oberland – vier Dorfheizungen stellen sich vor

Am Samstag, den 22. Januar öffneten vier Betreiber von Dorfheizungen im Oberland ihre Türen. Interessierte Nachahmer konnten Fragen zu Planung, Bau und Betrieb stellen und erhielten Tipps aus der Praxis. Die Aktion fand in Zusammenarbeit zwischen stellvertretender Landesbäuerin Christine Singer aus Hofheim und dem EU-finanzierten Heizungstauschprojekt REPLACE von Energiewende Oberland statt.

In Antdorf hat Johann Schweyer sen. schon den Schnee auf dem Weg zum Heizhaus geräumt. Drin ist die Dorfheizung zu sehen, die seit 2009 vier Häuser mit insgesamt zwölf Haushalten zuverlässig mit Wärme versorgt. Was hat sie zum Bau motiviert? Wie überwachen die Betreiber ihre Anlagen? Und welche Tipps gibt es für Nachahmer? Neben Familie Schweyer beteiligten sich Betreiber aus Habach (Familie Strobl und Kennerknecht), Leibersberg (Georg Miller) und Hofheim (Familie Singer) bei der Aktion und beantworteten Fragen.

Alle vier Dorfheizungs-Familien haben landwirtschaftliche Betriebe und betätigen sich gleichzeitig als Wärmelieferanten für die benachbarten Häuser. Wie Josef Schweyer jun. aus Antdorf berichtet, können sie so das eigene Holz für die Holzhackschnitzelheizung einbringen und damit auch Wertschöpfung für den eigenen Betrieb erzielen. Anlass zum Bau der Anlage war in Antdorf die Planung weiterer Gebäude in der gleichen Straße und damit die Idee einer gemeinsamen Wärmeversorgung. Bei Familie Singer in Hofheim war es der Gedanke ans Alter und der Wunsch, eine einfachere Heiztechnik als Scheitholz zu verwenden. Im Gespräch mit den Nachbarn entstand dann aus Zufall die Dorfheizung für alle. Und für Markus Kennerknecht aus Habach ist der Vorteil einer gemeinschaftlichen Heizung klar: „Mit einer Dorfheizung brauchen die Leute kein Öl und keine Pellets zu kaufen, und der Ölgeruch im Keller ist verschwunden.“

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REPLACE Heizungsrechner

Raus aus Öl, Gas oder einer ineffizienten Heizungsanlage – aber wohin? Mit dem “REPLACE Heizungsrechner” finden Sie in nur drei Schritten die beste zukunftssichere, belastbare und klimafreundliche Alternative zu Ihrem alten Heizsystem. Individuell für die Sanierung oder den Austausch Ihres Heizkessels oder Ofens, zugeschnitten auf Ihr Zuhause und Ihre Situation in 10 europäischen Zielregionen. Der Rechner funktioniert in 8 Sprachen (bosnisch, bulgarisch, deutsch, kroatisch, mazedonisch, serbisch, slovenisch, spanisch) fast wie eine Energieberatung.

Praxisbeispiel aus dem Oberland

Für alle, die überlegen, ihre Heizung zu auszutauschen, haben wir hier einen Erfahrungsbericht aus dem Oberland.

Bernd Krietenstein aus Polling präsentiert sein Heizungstausch-Projekt im Rahmen der Stifterversammlung 2021 der Energiewende Oberland – weg von der Ölheizung und hin zur effizienten Wärmepumpe. Ob er zufrieden ist und den Tausch empfehlen kann? Das sagt er im Video.

Klimafreundliches Heizen und Kühlen im Bayerischen Oberland – REPLACE Kampagnen in der Region 2021/22

Im Oberland werden acht Kampagnen zum klimafreundlichen Heizen und Kühlen umgesetzt. In enger Zusammenarbeit mit der lokalen REPLACE Arbeitsgruppe ausgewählt, sollen sie Endverbraucher, Fachkräfte und Investoren informieren und zum Handeln motivieren.

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REPLACE Kampagnen in Österreich

Die Österreichische Energieagentur (AEA) befindet sich derzeit in der intensiven Vorbereitung des Rundum-Sorglos-Pakets (ACRP) für Öl- und Gaskesseltausch in der Zielregion Salzburg. In den letzten Monaten hat ein intensiver Austausch mit der Energieabteilung des Landes Salzburg und dem Klimaschutzministerium stattgefunden, der es ermöglicht hat, die Rahmenbedingungen zu klären und auch die Finanzierung für dieses neue Angebot aufzustellen.

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